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HiFi-Reparatur

Meisterbetrieb | Vintage AUDIO REVISION

Geräte, die ich nicht repariere...

Bitte beachten: Ich lehne Geräte in denen von Laien schon gearbeitet wurde sowie Internetschnäppchen zur Reparatur kategorisch ab.

Sollten Sie wissen wollen warum, lesen Sie bitte gerne weiter...


Leider häufen sich in letzter Zeit die Fälle bei denen mir Geräte gebracht werden, die bereits erfolglose unprofessionelle Reparaturversuche hinter sich haben. Das Ergebnis ist in aller Regel, dass die Geräte außer dem ursprünglichen Fehler weitere Defekte aufweisen.

Das macht für mich die Reparatur zur unkalkulierbaren Lotterie. Da ich nicht abschätzen kann, ob nach der Beseitigung des angegebenen Fehlers noch weitere zu erwarten sind. Angaben zum Reparaturpreis sind natürlich erst nach Beseitigung aller Fehler möglich. Sie wollen ja ein komplett funktionierendes Gerät und nicht nur eines bei dem die Beleuchtung wieder geht.

Ein reales Beispiel (kein Einzelfall):

Ein Kunde bringt mir einen Verstärker ohne Funktion. Nach der Überprüfung stelle ich ein defektes Netzteil fest.

1. Schritt: Reparatur des Netzteils – Erstellen eines Kostenvoranschlages.
Bei der Inbetriebnahme stellte ich dann einen Kurzschluss im Endstufenteil fest.

2. Schritt: Reparatur der Endstufe. Gesteigerter Aufwand.
Die anschließende  Funktionsprüfung des Gerätes ergab, dass die Treiberstufe defekt war. Bei der Fehlersuche sah ich, dass hier sehr unprofessionell daran gearbeitet wurde. Dadurch wurde die Endstufe so stark belastet, dass sie durchbrannte. Die Folge war das kaputte Netzteil.

3. Reparatur der Treiberstufe. Zusätzlicher Mehraufwand.
Beim Probelauf des Gerätes trat nach geraumer Zeit ein weiterer Fehler auf. Ein Krachen und Aussetzen. Dieser temperaturabhängiger Fehler war aller Wahrscheinlichkeit nach das ursprüngliche Problem.

4. Reparatur des temperaturabhängigen Fehlers in der Vorstufe. Der Aufwand stieg munter weiter.
Der laienhafte und völlig orientierungslose Versuch diesen ursprünglichen Fehler zu beseitigen, löste die oben genannten nachfolgenden Defekte aus.

Insgesamt war die Reparatur sehr zeitaufwendig, kostenintensiv aber auch erfolgreich. Die Wirtschaftlichkeit war aber natürlich – auch für einen Liebhaber und Sammler – nicht mehr gegeben. Das Ergebnis: Ich hatte zwar wieder ein Gerät zum Laufen gebracht, aber der Kunde wollte letztendlich die Kosten nicht übernehmen. Irgendwie nachvollziehbar. Irgendwie ärgerlich.

Deshalb lieber Kunde: Bitte respektieren Sie, dass ich bei Bastelgeräten die Reparaturannahme verweigere.

Ich kann verstehen, dass man enttäuscht ist, wenn die Angaben bei einem „Internetschnäppchen" nicht der Realität entsprechen.
Das Einzige was hier manchmal der Wahrheit entspricht ist der Text „Privatverkauf. Keine Garantie. Keine Rücknahme“. Für mich heisst das aber auch: Keine Reparaturannahme bei defekten Internetschnäppchen.

Darunter fallen auch Geräte, bei denen bereits vermeintlich fachkundige Freunde einen Reparaturversuch gestartet haben.

Bitte ersparen Sie sich die Zeit mit einem solchen Gerät zu mir zu kommen. Und mir auch den Aufwand der Inaugenscheinnahme und der Erklärung, warum ich die Reparatur des Gerätes ablehne.

Übringens: Jede gute Hausfrau erkennt, wenn in ihrer Küche gekocht wurde, auch wenn vermeintlich alles wieder an seinem Platz ist. So ist es auch in meiner "Werkstattküche". Nach mehr als 40 jähriger Erfahrung sehe und rieche ich Gebastel. Ganz sicher.

Mein Tipp: Kaufen Sie Geräte beim Fachmann und lassen Sie sie auch bei einem Fachmann reparieren. Auch wenn es immer wieder einmal vorkommt, dass Schnäppchen auf Flohmärkten, im Internet, im Keller oder auf dem Speicher auf ihre Entdeckung warten.
Die Wahrscheinlichkeit liegt hier aber eher im Bereich Lottospielen.

Für alle Unbelehrbaren: Ich kaufe Schrottgeräte zum Ausschlachten an.